Black Forest Volleys gastieren in Erfurt
Erster Saisonauftritt für die Black Forest Volleys Offenburg: Am Samstagabend steht für das Team von Trainer Artur Sojka das erste Ligaspiel der neuen Saison in der 2. Bundesliga Süd auf dem Programm. Um 19:30 Uhr geht es auswärts gegen die SG Erfurt electronic – und damit direkt gegen einen Aufsteiger, der mit zwei deutlichen Siegen einen beeindruckenden Einstand in der neuen Spielklasse gefeiert hat.
Die Erfurterinnen haben bereits am ersten Doppelspieltag ein Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den SV Karlsruhe-Beiertheim setzte sich die SG mit 3:0 (25:17, 25:21, 25:23) durch. Einen Tag später folgte der nächste klare Erfolg: Auch gegen Sparda BSP Stuttgart gewann Erfurt mit 3:0 (28:26, 25:19, 25:18). Damit gehen die Gastgeberinnen mit sechs Punkten und entsprechend viel Selbstvertrauen in das Duell mit den Black Forest Volleys.
Erfurt mit viel Erfahrung und Qualität
Dass der Aufsteiger keineswegs unterschätzt werden darf, zeigt nicht nur der erfolgreiche Saisonstart. Der Erfurter Kader verbindet Erfahrung mit jungen Talenten und bringt auf mehreren Positionen viel Qualität mit. Besonders im Fokus stehen dabei einige Spielerinnen, die bereits höherklassige Erfahrung gesammelt haben.
Außenangreiferin Malin Arens trägt die Nummer 1 und bringt unter anderem langjährige Erfahrung aus ihrer Zeit beim SC Union Emlichheim mit. Mit der Nummer 15 läuft Mia Stauß auf. Die gebürtige Erfurterin wurde beim VC Olympia Dresden ausgebildet und gehörte anschließend über mehrere Jahre zum Bundesliga-Kader von Schwarz-Weiß Erfurt. In der vergangenen Saison war sie noch Teil des Erstliga-Teams, bevor sie zur Saison 2026/27 zur SG Erfurt electronic zurückkehrte. Bei den ersten beiden Siegen wurde sie auch jeweils zur wertvollsten Spielerin gewählt. Eine wichtige Rolle im Erfurter Spiel dürfte zudem Zuspielerin Christel Fröhlich mit der Nummer 7 einnehmen. Die 35-Jährige verfügt über langjährige Erfahrung und steht bereits seit 2019 für die SG Erfurt electronic auf dem Feld. Auch am Netz verfügt Erfurt über körperliche Präsenz. Mit Marie-Luise Lüdtke, Sabine Nemitz, Emily Sommer und Emmi Wolfschmidt stehen gleich mehrere groß gewachsene Mittelblockerinnen im Kader.
Black Forest Volleys wollen von Beginn an da sein
Für die Black Forest Volleys beginnt damit eine Saison, auf die Mannschaft und Trainerteam lange hingearbeitet haben. Die Vorbereitung war intensiv – nun soll es endlich um Punkte gehen.
„Die Vorfreude auf das erste Saisonspiel ist groß. Die Vorbereitung war lang und intensiv. Jetzt darf es losgehen“, blickt Trainer Sojka voraus. Auch bei ihm selbst sei die Mischung aus positiver Vorfreude und Aufregung spürbar – „was auch dazugehört“. Entscheidend wird für Sojka sein, dass seine Mannschaft ihre Leistung von Beginn an auf das Feld bekommt: „Wenn wir es schaffen, unsere Leistung abzurufen, können wir Erfurt sicher gut unter Druck setzen.“ Das Ziel für die lange Reise nach Thüringen ist dabei klar: „Natürlich wollen wir die lange Fahrt antreten und Punkte mit nach Hause nehmen.“ Dafür soll vor allem die eigene Emotionalität eine wichtige Rolle spielen. „Unser Ziel ist es, die Emotionalität aufs Feld zu bringen und von Anfang an voll da zu sein“, so Sojka.
Auch Kapitänin Lana Beker blickt mit Zuversicht auf den Saisonstart. „Nach der letzten Saison wissen wir, was uns in der 2. Bundesliga erwartet und wir haben uns nochmal weiterentwickelt“, sagt Beker. Entscheidend sei nun, als Mannschaft aufzutreten: „Unser Ziel ist es, als Team aufzutreten und mit Vollgas die ersten Punkte einzufahren.“
Trainer Sojka kann auf viele, aber nicht alle Spielerinnen zurückgreifen. Hannah Haas ist privat verhindert. Pia Konprecht sowie Lucija Vrkic können aufgrund privater sowie beruflicher Situation nicht auf alle Spiele bestreiten. Und Lisa Grünwald ist noch beruflich verhindert. „Erfreulich ist, dass Svenja Rodenbüsch die weite Fahrt mit antritt und wir somit einen Kader von 11 Spielerinnen haben, was viele Möglichkeiten mitbringt.“