Offenburg startet mit einer 0:3-Niederlage (16:25; 20;25; 25:27) bei Aufsteiger SG Erfurt
electronic in die neue Saison der 2. Bundesliga Süd – nach schwachem Beginn steigern sich
die BF Volleys deutlich.
Dabei war bereits vor der Partie klar, dass die Aufgabe keine einfache werden würde. Erfurt
war mit zwei deutlichen 3:0-Erfolgen gegen Karlsruhe-Beiertheim und die Sparda BSP
Stuttgart in die Saison gestartet und ging entsprechend selbstbewusst in das erste Heimspiel
der Zweitliga-Geschichte.
Schwieriger Start in den ersten beiden Sätzen
Im ersten Durchgang fanden die Black Forest Volleys zunächst nur schwer in ihren Rhythmus.
Sie konnten ihre Leistung nicht konstant genug abrufen, um die Heimmannschaft vor ihren
lautstarken Fans wirklich in Schwierigkeiten zu bringen. Eigenfehler sowie Schwächen in
Annahme und Zuspiel verhinderten, dass die Mannschaft dauerhaft Druck auf die
Gastgeberinnen ausüben konnte. Ein ähnliches Bild auch in Satz 2. Das Team um Kapitänin
Lana Beker konnte einfach nicht genug Druck aufbauen, sodass auch der 2. Satz verdient in
Erfurt bliebt.
„Wir haben uns vorgenommen, Entscheidungen zu treffen und entschlossen durchzuziehen.
Das haben wir vor allem im dritten Durchgang gut gemacht. Am Ende waren wir dann leider
zu zaghaft. In den Sätzen eins und zwei waren wir einfach nicht da“, analysierte Trainer Artur
Sojka nach der Partie. Für den neuen Cheftrainer war es zugleich das erste Spiel in der 2.
Bundesliga: „Ich selbst habe heute in meinem ersten 2. Bundesligaspiel viel lernen dürfen.“
Deutliche Leistungssteigerung nach der Pause
Nach der zehnminütigen Satzpause präsentierten sich die Black Forest Volleys deutlich
verbessert. Das Team fand besser ins Spiel, agierte entschlossener und konnte Erfurt
zunehmend unter Druck setzen. Insbesondere Diagonalangreiferin Annika Vix überzeugte
dabei mit einer starken Leistung. Auch Trainer Sojka hob ihren Auftritt ausdrücklich hervor.
„Annika hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte der Trainer seine
Diagonalangreiferin. Letztlich verhinderte jedoch die passive Spielweise, dass das Team sich
mit einem Satzgewinn belohnte. Gleichzeitig spielte Erfurt weiterhin variabel und mit
großem Selbstvertrauen, sodass sie sich am Ende mit dem 3:0 Sieg belohnen konnten.
„Die Fans haben auf jeden Fall einen Anteil“
Annika Vix sah neben der sportlichen Leistung der Gastgeberinnen auch die Atmosphäre in
der Halle als wichtigen Faktor. „Die Halle war sehr laut, die Fans haben auf jeden Fall einen
Anteil an dem Sieg, würde ich sagen. Erfurt hat aber auch wirklich gut gespielt. Sehr variabel
im Zuspiel und Angriff.“
Blick geht bereits auf das erste Heimspiel
Trotz der Auftaktniederlage werden in Offenburg die Köpfe nicht in den Sand gesteckt.
Teammanagerin Richarda Roth ordnet das Ergebnis entsprechend ein. „Es ist nichts passiert.Erfurt ist zwar ein Aufsteiger. Das erste Wochenende mit den zwei deutlichen Siegen hat
aber schon angedeutet, dass sie stark aufspielen. Der Sieg geht an dem Wochenende auch in
der Höhe in Ordnung. Sie waren einfach besser. Wir sind noch am Anfang.“
Der Blick richtet sich deshalb bereits nach vorne: Am 10. Oktober um 19 Uhr steht für die
Black Forest Volleys das erste Heimspiel der neuen Saison auf dem Programm. Dann
empfängt das Team die Pink Crew München in Offenburg. „Da kommt mit einem der
Titelfavoriten ein echter Brocken in die heimische Nordwesthalle. Deswegen mein
persönlicher Aufruf an alle Volleyballfans der Black Forest Power Region: Wir brauchen Euch.
Lasst uns die Nord-West-Halle zu einer echten Festung machen“, freut sich Roth schon jetzt
auf das Spiel. Denn neben dem Volleyball wird es auch wieder einige Aktionen zu den
Heimspielen geben, auf die sich die Zuschauer freuen können. Auch Sojka bewertet
abschließend die sportliche Sicht: „Das wird ein komplett anderes Spiel und wir haben
nochmal einen deutlich breiteren Kader. Der dritte Satz gegen Erfurt hat gezeigt, wohin die
Reise gehen soll und daran wollen wir anknüpfen.“
Für die BF Volleys spielten:
Ekaterina Baimler, Jessica Roth, Lara Meier, Mariella Bouagaa, Annika Vix, Anastasia Baimler,
Lana Beker, Maja Wanner, Lia Bondar, Louisa Seib