Die Black Forest Volleys setzen sich am Samstag-Abend vor knapp 300 Zuschauern mit 3:0 (25:19;
25:20; 26:24) in der Nord-West-Halle gegen die bislang ungeschlagenen Gäste aus Vilsbiburg durch.
Aufschlagspiel macht den Unterschied
Mit breiter Brust reiste der Aufsteiger aus Vilsbiburg am Samstagabend in die Nord-West-Halle. Drei
Siege aus drei Spielen hatten die Niederbayern zum Saisonstart eingefahren. Doch die Black Forest
Volleys Offenburg waren bereit, dem selbstbewussten Gast Paroli zu bieten – und überzeugten mit
einer geschlossenen Mannschaftsleistung.
Dabei erwischten die großgewachsenen Gäste zunächst den besseren Start. Beim Stand von 1:5 griff
Trainer Artur Sojka früh zur Auszeit. Die Ansprache zeigte Wirkung: Die Black Forest Volleys fanden
immer besser ins Spiel, erhöhten den Aufschlagdruck und setzten Vilsbiburg zunehmend unter Druck.
Besonders vom Service aus präsentierte sich das Team über die gesamte Partie hinweg äußerst
druckvoll. Den Schlusspunkt im ersten Satz setzte Hannah Haas bezeichnend dafür mit einem Ass.
Louisa Seib mit überzeugender Leistung
Auch im zweiten Durchgang begegneten sich beide Mannschaften zunächst auf Augenhöhe. Bis zum
Stand von 17:17 blieb der Satz offen, ehe die Black Forest Volleys Schritt für Schritt davonzogen und
ihre starke Leistung konsequent fortsetzten. Ein entscheidender Faktor war dabei die stabile
Annahme über die Außenachse mit Louisa Seib und Pia Konprecht mit Libera Lana Beker. Gerade
gegen die druckvollen Aufschläge der Gäste war diese Sicherheit enorm wichtig. Trainer Sojka zeigte
sich anschließend beeindruckt: „Ich muss mir die Quote von Lou mal noch anschauen. Aber ich bin
absolut beeindruckt, wie sie den Aufschlägen standgehalten hat, die teilweise wirklich Geschosse
waren.“
Es waren nicht nur die krachenden Blockpunkte oder druckvollen Aufschläge der BF Volleys, die die
Zuschauer regelmäßig von den Sitzen rissen. Insgesamt waren es spannende Ballwechsel mit
krachenden Angriffen. „Zuspielerin Anastasia Baimler hat das heute sehr gut gemacht. Sie hat die
Mädels gut in Szene gesetzt. So konnten auch unsere Mittelblockerinnen Jessica Roth und Lia Bondar
immer wieder in entscheidenden Phasen punkten“, ist Sojka sichtlich nicht nur erleichert, sondern
vor allem Stolz auf seine Mädels, die heute wirklich gezeigt haben, was in ihnen steckt.
Insgesamt fand der Trainer ausschließlich lobende Worte für seine Mannschaft. „Eine absolut
geschlossene Teamleistung. Die Mannschaft hat sich die gesamte Zeit über an die Taktik gehalten“,
so Sojka. „Wir haben im Training gut gearbeitet und konnten das aufs Feld bringen. Ich bin sehr
dankbar über meinen großen Kader. Die Entscheidung war heute nicht leicht, wen ich aufstelle. Das
Wissen zu haben, dass ich jederzeit eine Spielerin bringen kann, die es mindestens genauso gut
macht, ist großer Luxus. Deswegen auch ein großes Lob an meine Auswechselspielerinnen. Es hat
heute in Summe alles gepasst.“
MVP: Hannah Haas.
Auch MVP Hannah Haas hob den Zusammenhalt innerhalb des Teams hervor: „Auf dem Feld hatte
ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass wir das heute nicht gewinnen. Wir waren so zu 100% da und
angezündet.“ Neben der Leistung auf dem Feld bedankte sie sich ausdrücklich bei Teammanagerin
Richarda Roth, die diesmal als Co-Trainerin unterstützte und die Mannschaft hervorragend auf den
Gegner eingestellt hatte. Wie gut die Chemie innerhalb der Mannschaft stimmt, machte Haas
ebenfalls deutlich: „Es ist ein absolutes Privileg, auf dem Feld zu stehen. Wir haben so einen starkenKader und die Konkurrenz ist groß, aber absolut gesund. Und zu wissen, dass jederzeit eine Spielerin
reinkommen und das Team nochmal besser machen kann, ist überragend.“
Volleyballbegeisterung in der Nord-West-Halle
Teammanagerin Richarda Roth zeigte sich begeistert: „Die Stimmung in der Halle war bei den knapp
300 Zuschauern fantastisch. Das macht im Nachgang noch Gänsehaut. Unser Hallensprecher und die
Zuschauer haben einen überragenden Job gemacht. Ich selbst weiss als Spielerin noch, dass dich das
enorm pusht und einen entscheidenden Unterschied macht. Für uns als Heimmannschaft. Und
gleichzeitig auch Eindruck bei den Gästen hinterlässt. Danke dafür.“
Gleichzeitig richtete Roth einen Wunsch an alle Volleyballfans und diejenigen, die es noch werden
wollen: „Wenn das nächste Mal jeder nochmal zwei bis drei Freunde mitbringt, kriegen wir die Halle
bald so voll, wie wir uns das wünschen.“ Ihre Botschaft ist klar: „Es ist einfach ein Volleyballspektakel,
das groß werden darf.“
Ausblick
Nun haben die BF Volleys ein spielfreies Wochenende, ehe es am 31.10. zum Derby nach Karlsruhe
geht. „Wir werden die zwei Wochen nutzen, um weiter an den Dingen zu arbeiten, die wir noch
besser machen können und die Elemente festigen, die schon sehr gut geklappt haben. Mit dem Sieg
im Rücken lässt sich das noch viel leichter und mit mehr Freude tun“, freut sich Sojka auf die
Trainingswochen. „Wir freuen uns, wenn ganz