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VC Offenburg

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Spektakel mit unglücklichem Ende

2. Volleyball-Bundesliga: Hochdramatische 2:3 Heim-Niederlage nach fast 2,5 Stunden Spielzeit gegen die DJK München-Ost. Umstrittene Entscheidung im 5. Satz.

Spektakel und Werbung für Volleyball

Nach dieser Partie, die beste Werbung für den Volleyball-Sport war, müssen wohl alle Beteiligten erstmal tief durchatmen: Die rund 250 Zuschauer in der Nord-West-Halle bekamen am Samstagabend einen Volleyball-Krimi vom Allerfeinsten zu sehen und kamen voll auf ihre Kosten. Lange und hochklassige Ballwechsel, unglaubliche Rettungsaktionen und zahlreich abgewehrte Matchbälle auf beiden Seiten prägten ein Spiel, das spätestens im Tie-Break zum Spektakel wurde.

Dezimiertes Personal

Eine Partie, in der die Offenburgerinnen personell nach wie vor sehr dünn besetzt waren und insbesondere auf der Mitte und der Diagonalposition keine Wechselmöglichkeiten hatten. Kapitänin Lana Beker kehrte jedoch erfreulicherweise nach Verletzung wieder zurück und kam auf der ungewohnten Annahme-Außen Position zum Einsatz.

Enger erster Satz

Schon der erste Satz bot einen Vorgeschmack auf den weiteren Spielverlauf. Enge, umkämpfte Ballwechsel sorgten dafür, dass bis zum 23:23 alles offen war, ehe das Team von Trainerin Tanja Scheuer sich entscheidend zum Satzgewinn absetzen konnte.

Rückstand zur Führung gedreht

Von einem kurzen Durchhänger im zweiten Durchgang ließ sich die Mannschaft im dritten Satz nicht beeindrucken, holte einen 4-Punkte-Rückstand in der Crunch-Time auf und konnte vor frenetisch anfeuernden Zuschauern selbst mit 2:1 in Führung gehen. „Wir haben eine unfassbar tolle Teamleistung gezeigt“, weiß Trainerin Tanja Scheuer einzuschätzen, wie die gezeigte Leistung trotz dünner Personaldecke einzuordnen ist. Auch Junioren-Nationalspielerin Mirella Rederer befand, dass man sich „als Team super in ein umkämpftes Spiel reingefunden“ habe.

München gleicht aus

Auch im vierten Satz setzen die Black Forest Volleys zur nächsten Aufholjagd an und waren nach zwischenzeitlichem 5-Punkte-Rückstand drauf und dran, auszugleichen. Die abgezockten Münchnerinnen stellten jedoch auf 2:2 in Sätzen, was gleichzeitig der Startschuss für einen denkwürdigen Tie-Break war.

Tie-Break der Extraklasse

In diesem erwischten die Ortenauerinnen zunächst jedoch keinen guten Start, konnten aber auch größere Rückstände immer wieder aufholen. Einige spektakuläre Ballwechsel später erspielten sich die Münchnerinnen über 11:14 drei Matchbälle, die die BF Volleys mit mutigem Angriffs- und Blockspiel allesamt abwehrten, um sich beim Stand vom 15:14 selbst einen Matchball zu erspielen. Bis zum 18:18 wog das Spiel hin und her, ehe einer der zahlreichen langen Ballwechsel folgte, den Ekaterina Baimler mit einem platzierten und harten Diagonalangriff entschied. Dachten zumindest alle, ehe das Schiedsgericht den Ball aus gab. „Leider war das dann eine Fehlentscheidung zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt“, schätzt Rederer zurecht ein, wäre doch erneut ein Matchball für Offenburg auf der Anzeigetafel gestanden. Eine dramaturgische Pointe in einem Spektakel, das München schließlich mit 20:18 im Tie-Break für sich entscheiden konnte.

„Das war heute ein super umkämpftes Spiel, in dem uns manchmal einfach das Durchsetzungsvermögen gefehlt hat“, resümiert Rederer und gibt gleich die Marschroute für die anstehenden Partien vor: „Wir möchten auf jeden Fall wieder mutiger spielen.“

Wichtige Auswärtsaufgabe

Gelegenheit dafür bietet schon am kommenden Samstag (07.02.) ein eminent wichtiges Auswärtsspiel beim Tabellenelften und Mitaufsteiger, den AllgäuStrom Volleys Sonthofen. Anpfiff in der Allgäu-Sporthalle ist um 19.30 Uhr.

Für die BF Volleys spielten: Ekaterina Baimler, Jessica Roth, Lara Meier, Mariella Bouagaa, Annika Vix, Anastasia Baimler, Maja Wanner, Louisa Seib, Mirella Rederer.

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