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Viel Improvisation

„Viel Improvisation, aber es hat Spaß gemacht, zu zuschauen“, resümierte Fritz Scheuer über seinen kurzfristigen Einsatz als Trainer an der Seitenlinie. Mit der Leistung in Grimma ist Scheuer trotz einer 0:3 (25:18, 25:23, 25:14) Niederlage zufrieden. Sechs Stunden Fahrt, knapp 80 Minuten Spielzeit, eine 0:3 Niederlage und wieder sechs Stunden auf der Autobahn zurück nach Offenburg.
Sportlich gab es für die Volleyballerinnen am Samstagabend in Sachsen nicht viel zu holen. Doch den Klassenerhalt haben sie längst in der Tasche und so war das Spiel gegen den Tabellendritten von keinem großen sportlichen Wert mehr. Zum Glück, denn Freitagabend gesellten sich zu den Daheimgebliebenen Isabelle Kurz, Eva-Maria Preuß, Anja Schröder und Evelyn Jansen noch Lara König und Annika Foit, die krank im Bett lagen. Mit Stand Training-Freitagabend wäre die Mannschaft zu sechst nach Grimma gefahren. Kurzfristig sprang Isabella Herp ein, die bis zum vergangenen Jahr noch in der ersten Mannschaft gespielt hat und vor der Saison in der Verbandsliga wechselte. Sarina König, die ganze Woche schon krank, fuhr schließlich doch mit. Kurzfristig musste zu allem Überfluss auch noch die im siebten Monat schwangere Trainerin Tanja Scheuer absagen.

„Ich will den Tabellendritten mit 7 ½ Spielerinnen ärgern“, sagte der statt seine Schwiegertochter mitgereiste Fritz Scheuer vor dem Spiel. Auf das Feld schickte der Ersatztrainer schließlich aus der Not heraus zwei Zuspielerinnen, eine zur Außenangreiferin umfunktionierte Libera, eine etatmäßige Außengreiferin, zwei Mittelblockerinnen plus Libera. Immerhin eine Auswechselspielerin stand Scheuer zur Verfügung. Etwas chaotisch begann der erste Durchgang. Der VV Grimma, der im letzten Heimspiel mit einem Sieg den dritten Platz klar machen konnte, legte mit 4:0 vor. Offenburg konnte sich zwar zum 13:13 heran spielen. Doch dann zog Grimma zum 18:13 davon. Abstimmungsfehler ließen die Offenburgerinnen nicht richtig in Fahrt kommen. „Wir wollen das Beste draus machen und Spaß haben“, da waren sich die Spielerinnen schon auf der Fahrt einig. Im zweiten Satz führte der VCO zu Beginn mit 5:1, konnte sich immer wieder gegen den gegnerischen Block durchsetzen. Am Ende unterlagen die Offenburgerinnen nur knapp mit 23:25. Im dritten Satz ließen schließlich die Kräfte nach. Mannschaftsführerin Katharina Kurz gehörte eigentlich auch eher ins Bett als aufs Spielfeld, genauso wie Sarina König. Grimma gewann Satz drei ohne große Offenburger Gegenwehr und konnte Platz drei feiern. „Wir haben zwei Sätze unter den Voraussetzungen super gespielt. Was wollen wir mehr“, sagte Fritz Scheuer.

Für die Offenburgerinnen stehen noch zwei Heimspiele auf dem Plan. Nächste Woche kommt Absteiger TV Wetter, dann folgt das letzte Saisonspiel gegen Villingen. Doch bis dahin heißt es erst einmal, gesund werden und Kräfte sammeln.


 
 
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